Outfit der Woche – 17. November 2009

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Grimod schrieb uns:

Herbstliche Impressionen:

Anzug:
3teiliger Anzug aus ca. 500 gr. brauner POW Flanell mit blauen Überkaro von einer alten nicht mehr existierenden Weberei in Huddersfield in Teppichfliesenqualität ;-) gefertigt vom MBT (Mystery Bespoke Tailor)

Hemd:
Stoff von Thomas Mason, weißer Perloxford, verdeckter Buttondown Kragen gefertigt von Camiceria Bellamoli Verona

Krawatte:
„7-fold“ aus feinster Wolle, ungefüttert!, von Tie you Tie in Florenz

Schuhe:
Schokoladenbraune Fullbrougue Spectator gefertigt von Maftei in Wien

Schirm:
Extralange Sondergröße ;-) von Francesco Maglia aus Mailand

Handschuhe:
Wildschweinleder, ungefüttert, gekauft in Venedig

Duft:
Paestum Rose von Eau d’Italie gelayert mit „Vintage“ Cuba von Czech&Speake ;-))

salut Grimod

Vielen Dank für ihr Outfit der Woche Grimod!

Immer dienstags stellen wir im Stilmagazin das “Leser-Outfit der Woche” vor – wenn auch Sie Ihr Outfit hier vorstellen möchten schreiben Sie uns, wir freuen uns über Ihre Nachricht!

Beachten Sie auch unsere Aktion „Outfit des Jahres„!

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Über Andreas Gerads 418 Artikel

Andreas Gerads ist Gründer und Inhaber von Stilmagazin.de. Er schreibt seit 2008 regelmäßig über Stil, Kleidung und Genuss. Sein erste Inspirationsquelle ist das Buch „Dressing the Man“ von Alan Flusser.

55 Kommentare

  1. Um es kurz zu machen : einfach PERFEKT !

    Sehr schöner Stil, tolle Farben, wunderbar aufeinander abgestimmt.

    M. Richter

  2. Salud Grimod,

    Ich kann nur WOW sagen. Dieses Bild stelle ich mir bei Wikipedia unter dem Suchbegriff „Stil und Klasse“ vor.

    Liebe Grüsse

    Sandro

  3. Werter Grimod,

    noch ein WOW! Das ganze Ensemble auf den ersten Blick – einfach ein Hingucker! Sehr fein abgestimmt, ohne dass es aufdringlich oder bemüht wirkt. Im Gegenteil, das Ganze kommt leicht und zwanglos daher. Da stellt sich so ein angenehmes Gefühl ein – wie wenn man etwas Schönes, Harmonisches, in sich Stimmiges betrachtet. (Ein wohltuender Kontrast zu dem grauen, verregneten deutschen Novemberhimmel hinter dem Fensterglas).
    Und beim zweiten und dritten Blick entdeckt man dann auch die Feinheiten und kann sie genießen – den hellen, warmen Braunton bei Handschuhen, Schirmgriff und -stock sowie bei dem Karomuster des Anzugs, wo ich meine, ihn ganz dezent hervorschimmern zu sehen)
    Das erdige Braun von Bowler, Krawatte und Schuhen (Apropos: Wo kriegt man einen braunen Bowler her? Ich habe einen schwarzen, aber ein brauner ist mir bislang noch nicht begegnet – nichtsdestotrotz ich gerne einen hätte). Und ein Dreiteiler mit hochgeschnittenen Hosen sieht bei einer solchen Passform einfach wunderschön aus.
    Eine wunderbare Synthese von Sorgfalt und Nonchalance, die mich ganz sehnsuchtsvoll stimmt. Meine Vorstellung dazu: Ein britischer Gentleman in den Straßen von Triest.
    Danke für diesen stilvollen herbstlichen Tupfer!

    Grüße
    der rüganer

  4. Verehrter Stilfreund Grimod!
    Meine Hochachtung, Kompliment träfe es nicht mehr. Jedes Detail mit Liebe und selbstverständlicher Perfektion aufeinander abgestimmt. Ich werde es künftig als Orientierung nutzen, nicht in seiner Gänze aber in vielen Teilen.

  5. Mit Verlaub, das ist scheusslich. Wo, Monsieur, wuerden Sie diese Bekleidung tragen, ohne sich nicht ziemlich schnell den Ruf des Gecken zu bekommen. Auf mich wirkt es wie auch der Requisitenkammer der letzten Mary Poppins Verfilmung. Salutations dR

  6. Zu welchem Anlass wurde dieses Outfit denn getragen? Und wie alt ist der Traeger? Sofern es nicht die Freizeitkleidung eines Gardeoffiziers Ihrer Majestaet darstellt, wuerde ich es, hmm, trotz der vorhandenen ‚Stilsicherheit‘ und gekonnten Zusammenstellung auf eine Mottoparty ‚Victorianisches Zeitalter‘ verorten.

  7. Schöne Kombination, vorallem der Anzug und die Schuhe mit den Rauleder-Einsätzen. Die Krawatte könnte für meinen Geschmack zu den relativ breiten Revers auch noch etwas breiter sein.

    „Hans“ und „de Remy“ kann ich ehrlichgesagt nicht wirklich verstehen, ohne den Hut ist das Outfit zwar immernoch außergewöhnlich, aber doch nicht besonders auffallend.

  8. Ahhh … Grimod – ich habe sehr lange gerätselt und mit mir selbst in Zweifel gelegen, was mich bei Ihrer Erscheinung immer ein wenig reserviert (?) „zururücktreten“ lässt. Ich habe es nach diesen Bildern vermutlich herausgefunden: Diese unglaubliche Perfektion!

    Aber diese wundervollen, getragenen Handschuhe in diesem (wie immer perfekten) Aufzug – vielen Dank für dieses Bild!

    Und das „alte“ Cuba von Czech & Speake als Layer – sind Sie auch gerade wegen dieser Dekadenz meiner Hochachtung versichert.

    Beste Grüße aus Berlin

    Jens

  9. Hallo Grimod,
    mir fehlen fast die Worte! Das ist einfach nur großartig! Kompliment für eine offenbar sehr gute Zusammenarbeit mit deinem MBT.
    Der Anzug allein ist einen Ausruf der Begeisterung wert und erzeugt Neidgefühle ;) Die Details sind alle stimmig und heben das ganze Ensemble noch etwas ab. Der Bowler ist mutig aber passt ohne Frage. Die Schultern und der „drape“ fallen als Element sofort ins Auge, sind aber eben nicht zu extrem im Vergleich zum Rest. Die Krawatte ist für sich allein wunderschön und setzt einen weiteren stimmigen Akzent. Die Schuhe … troppo forti!
    Mir ist noch die Hose aufgefallen. Sie fällt sehr schön und der Schnitt scheint mir für deine Statur ideal.

    Insgesamt 10/10!

  10. Hallo,

    das hat schon etwas von einer Inszenierung aber ich glaube das ist durchaus gewollt. Und als Inszenierung ist das Outfit einfach perfekt und wird als Kandidat für das „Outfit des Jahres“ vorgemerkt.

    Gruß, Kai

  11. Lieber Grimod,
    ich komme viel rum.
    Dennoch ist mir ausserhalb der Insel und auf der Insel so etwas nie im täglichen Leben begegnet!
    Schön, stilsicher, perfekt alles Attribute die voll auf das gesamte outfit zutreffen.
    Für eine Motto Party, ein Kostümfest, auf der Operettenbühne sicher geeignet,
    für Venedig im November, im Geiste von T.M. eventuell noch tragbar,
    în der Realität der restlichen Welt ein Kasperlanzug!

    Gruss Derwisch

  12. Ich neige mein Haupt, auf dass Sie meine kahle Stelle erblicken: Der Anzug ist superb, das Photo lässig – komplett overdressed, ein Hauch … naja… ein Sturm von Dekadenz… mit Ihnen würde ich shoppen gehen. Aber nur, wenn Sie das Cuba gegen „Tamarone“ von Creed wechseln :)

    Was ich anders, nicht besser, machen würde: Hemd mit Tab-Kragen, Krawatte und (!) Tuch in himmelblau, Schirm von Burberry, Handschuhe eine Nummer kleiner und ebenfalls in himmelblau .

    Alternativ:
    Handschuhe weglassen und einen eigenen Siegelring von Martin Moser (www.siegelring.de) an den kleinen Finger.

    Ihr Schuster wird mich kennenlernen – perfektes Design.

    Vor Neid – trotz Anzug in cardinal(!!)rot – verblasst,

    Lars Hallatsch

  13. Auch wenn das Ensemble sehr stimmig ist, so wirkt es auf mich doch allzu sehr gewollt und aufgesetzt, um nicht zu sagen verkleidet. Der Träger beraubt sich selbst einer gewissen lässigen Autorität, die für mich immer mit Stil einhergeht. Einen nicht unerheblichen Anteil an diesem Eindruck dürfte der Bowler machen. So nett ich diese Kopfbedeckung in der Theorie finde, in Deutschland auf der Straße erinnert mich das an PanTau. Ansonsten ist das alles sehr hübsch. Nur die Brauntöne der Handschuhe und der Schuhe finde ich zu weit von einander entfernt. Die Schuhe selbst sind umwerfend.

  14. …über den Bowler mag man ja streiten – aber das Outfit als solches ist doch ohne Probleme jederzeit tragbar(ohne das es wie ein „Kasperlanzug“ aussieht, was ich gar nicht finden kann, denn so dürfte man weder ein Glenckeck noch einen Tweedanzug tragen, vielleicht sogar gar keinen Anzug mit Weste) – und für mich ist genau der Bowler das Tüpfelchen auf dem i – und zwar genau weil ihn sonst keiner trägt – wo kämen wir da hin, wenn wir uns immer nach den anderen richten würden….

  15. Mit Schirm, Charme und Melone – um die Assoziationen noch weiter zu treiben…
    Mir gefällt das Ensemble sehr gut – eine wohltemperierte Eleganz, die sich in der Pagodenschulter und den weiteren Details ausdrückt.
    Ein kleiner Farbtupfer in der Brusttasche, und sei es als farbige Paspel des einfarbigen Stecktuchs, würde mir auch gut gefallen.

    NS. Ein Rat für die „Kenner“ von Operette, Victorian Era und Roetzels Opus Magnum :
    Als Gegenmittel gegen eine „sartoriale Allophobie“ ist zu empfehlen, das kurzsichtige „Sehen“ mit dem „Schauen“ zu erweitern.
    Also nicht nur rin in die Klamottenkiste auch mal wieder raus aus der Klamottenkiste ;-)

  16. Guten Abend Grimod,

    was mir sehr gut gefällt in folgender Reihenfolge: die Schuhe (sowas in der Art trage ich auch gern) , die Krawatte, sehr gut abgestimmt auf die Schuhe, das Muster des Anzugs. Was mir nicht gefällt: die Schulterpartie des Anzugs und die angedeutete Billettasche ohne Taschenklappe. Auch finde ich das weisse Einstecktuch zu diesem robusten Anzug und dessen Muster unpassend. Hier hätte ein Einstecktuch aus Kaschmir mit erdigen Tönen besser gepasst. Im Grossen und Ganzen ist das Ensemble gut kombiniert, jedoch, wo kann man dieses Outfit tragen ? In Berlin ? In Frankfurt ? In Düsseldorf ?

  17. Guten Abend!
    Was soll man da sagen? Bis auf die viel zu großen Handschuhe ist alles sehr stimmig. Sehr schön. Und leider völlig untragbar – in wohl den meisten Branchen. Auch würde ich mich in dem Ensemble nicht wohl fühlen.
    Aber – und das scheint mir das Entscheidende: Ich würde mich ehrlich freuen, aus ästhetischen Gründen einfach freuen, wenn ich derart Extravagantem öfter begegnen würde.

  18. Finde die verwendeten Farben (bis auf die Handschuhe)/Muster/Stoffe recht schön,

    ABER die „sartoriale Umsetzung“ schlimm. Wirkt wie (von einer Minderheit) erwähnt kostümiert.

    Den Bowler finde ich zwar albern, ist hier allerdings nur konsequent.

  19. Bonjour Gentlemen,

    vielen Dank für die zahlreichen Kommentare.
    Insbesondere freue ich mich natürlich über die in Ihren Kommentaren ausgedrückte Zustimmung von Martin Richter, Nerciat, Sandro71, Michael, Ludwig Ebert-Eßer, K.L.S., Ozelot usw.
    Besonderen Dank an die sehr schönen und genussvoll zu lesenden Kommentare von rüganer, jens, pierino, jose und Herrn Hallatsch der sicherlich seine Gesichtsfarbe wieder hat ;-)

    Dank auch an die kritischen Stimmen die hoffentlich keine „sartoriale Allophobie“ ( Copyright Jose) davon getragen haben. ;-)
    Ich will gerne auf das eine oder andere eingehen.
    „Die Melone macht’s“. Ohne diese ist das Outfit durchaus weniger auffällig wie bereits Ozelot und auch Michael geschrieben haben. Apropos die fehlte in der Auflistung, wen es interessiert der Bowler ist von Christys London.
    Wo ich so was trage? Das Foto entstand an einem Samstag im Frankfurter Westend, getragen habe ich das Outfit auch schon in Graz und in Florenz (mal mit mal ohne Bowler). Auffällig ist es sicherlich, aber das bin ich mit meinen knapp über 2 Metern sowieso. Kostümiert im theatralischen Sinne wirkt es meiner Meinung nach dennoch nicht. Kommt auf den Träger an und der reale Eindruck ist immer ein anderer als der auf Fotos.
    Veltliner, in meiner Branche, Mode, Kosmetik, Luxusgüter gibt es ganz andere Paradiesvögel ;-))

    Gerne würde ich auch eine Diskussion im Forum zur Frage „Kostümierung“, „Verkleidung“ starten. Denn ist Kleidung nicht immer auch „Verkleidung“? Ist der Dresscode „black tie“ nicht auch „Kostümierung“ ?

    Merci und salut Grimod

  20. Von wegen perfekt – das Sakko gehört geschlossen und wenn man sich schon für verdeckte button-down Knöpfe (Firlefanz!) entscheidet, gehören diese ebenfalls geschlossen. Ein ordentlicher Regenschrim verfügt über einen Überzug. Was übrig bleibt ist ein karierter Anzug mit Handschuhen.

  21. *Beliebiges Mundlzitat einfügen, das gerade von mir aus Jähzorn ausgestoßen wurde*

    Was York über die Leber gelaufen ist, kann ich nicht nachvollziehen

    -> Schirme ohne Überzug sind, according to Brigg, die Gebrauchsschrime für jeden Tag
    -> *Wieder etwas jähzorniges einsetzten wie „Solch eine eklatante Ignoranz!“* Einen Anzug mit Weste muss man nicht oder besser sollte man nicht schließen *Insert Jähzorn here*
    -> Das mit den Knöpfen ist ja wohl dem persönlich goût zu überlassen…

  22. Werte Stilgemeinde,

    meiner Begeisterung über das oben gezeigte Outfit habe ich schon Ausdruck verliehen. Trotzdem ist es mir ein ehrliches Anliegen einige Anmerkungen zu den Kommentaren zu schreiben.

    1. Möchte ich versichern, dass mir Monsoir Grimod nicht persönlich bekannt ist oder mich dazu bewegt hat hier zu schreiben. Wohl aber schätze ich seine Art sehr.

    2. Bitte ich ALLE, die hier so abwertend und vor allem diejenigen die im Besitz der „absoluten Wahrheit“ ( dies oder jenes hätte so oder so zu sein) zu bedenken, wieviel Mut es erfordert sich hier so offen zu zeigen. Vorallem wenn diejenigen (Sie wissen wen ich meine) noch nichtmal wissen, wovon Sie reden. Alle diejenigen die die Sicherheit von genauen Regeln brauchen (wiedermal dies oder jenes muss so oder so sein) dem lege ich eine Karriere beim Militär nahe. Dort wird sogar der Haarschnitt vorgeschrieben;-)

    3. Wer sagt, dieses Outfit ist nicht tragbar oder eine Verkleidung, war sicher noch nie in Florenz, in Venedig oder auf Capri… um nur einige Orte zu nennen;-)

    Monsoir Grimod Sie sind und bleiben ein leuchtendes Beispiel für Stil, Eleganz und vorallem zeigen sie in Ihren Kommentaren Ihre Geisteshaltung, die einem wahren Gentelman entspricht, durchscheinen.

    Weiter so!

    Saluti

    Sandro

  23. lieber grimond.

    vorab, ich finde deine blog sehr fein. tolle interessen und ich meine zu glauben dass du dein hobby zum beruf gemacht hast oder zumindestens auf eine feine arte und weise unter einen hut gebracht hast!

    ich finde das outfit sehr schön – fast ein wenig zu perfekt und auf jeden fall extravagant!

    mit knapp über zwei metern (ich bin selber kein kleiner) wird das schon viel muster oder täusch ich mich?

    ich glaube wenn man die suche nach dem einzigartigen auf die spitze treibt und das auch lange genug betreibt, man in eine sphäre kommt die für die umwelt nicht mehr nachvollziehbar ist. bewunderung oder ablehnung sind die reaktion!

    das ist die krux! deine „sphären“ nachvollziehen zu können wird den wenigsten gelingen. bewunderung auszudrücken ist eine art dem zu begegnen, kritik im detail zu suchen bei einem perfekten outfit, ja…….. sei’s drum, das wird dich nicht stören!

    weiter so bitte!

  24. „Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten“ (Eckermann). Interessantes Outfit, mit Sachverstand und Detailkenntnis gewählt, sicher für manchen DIN-Bekleideten etwas unverständlich – aber in in jedem Fall ein Bereicherung in der Welt der Schwarzschuhe und Dimple-Theoretiker.

    Weiter so!

  25. Kann das viele Lob nicht teilen, alleine des Brauntons der Handschuhe wegen. Ansonsten: gewagt und nicht von schlechten Eltern, aber irgendwie vollkommen fremd in dieser Welt. Das Stichwort Geck fiel ja schon.

  26. …also ich kann die Ansicht nicht teilen, Hut allgemein mag ja ein wenig aus der Mode sein, aber warum nicht, und vielleicht sind blaue Anzüge mit Hermes Krawatte kontrastierenden Socken und darauf abgestimmtes Einstecktuch etwas auf das sich viele einigen können und dann für stilvoll halten, weil´s alle mittlerweile so machen – aber hey, dagegen sind doch Anzug, Hemd, Krawatte hier eher dezent auf einander abgestimmt – ein Flugzeug voller grauer Anzüge, ob bespoke, mtm, von Boss oder aus dem Kaufhaus ist doch auch langweilig….und über Schuhe wollen wir uns hier eh nicht auslassen….die jedenfalls sind großartig…und höchst individuell – was Flusser & Co schreiben und die Orientierung daran, kann vielleicht den Einstieg erleichtern – aber Champions League soll jja auch interessanter sein als solides Gekicke aus der zweiten Liga….

  27. …und der Ansatz mit der DIN Norm ist schon richtig, sich gegen den Strich anzuziehen im Sinne von Huysman(oder dies aufgreifend Moonen) und demzufolge auch den eigenen Kleidungsstil nicht angepasst an die üblichen aus Stil- oder Karriereratgebern entnommenen Verhaltensnormen zu wählen…das ist es doch – hier sehen wir den höchst individuellen und daher(für mich und natürlich nur wie ich es auf Basis dieses Forums beurteilen kann) hochinteressanten
    Menschen Grimod – dem100. Roetzel Eleven(und dies im ursprünglichen Wortsinn), der alles richtig machen will, für mich absolut vorzuziehen…

  28. Kleidung ist immer ein Signal und eine Botschaft. Ihre Bedeutung haengt vom gesellschaftlichen Kontext ab. Beim hier diskutierten Outfit stellt sich unweigerlich die Frage welche Botschaft der Traeger vermitteln will. Ich befuerchte er irritiert und laesst den Betrachter orientierungslos zurueck. Der Lackmusttest ist die Frage: wuerde ich dem Traeger einem Auftrag geben oder ein Geschaeft abscliessen? Wahrscheinlich nein, weil ich mir durch seine bewusste Verletzung des Codex auch kein Bild von seiner Serioesitaet machen kann. Der Aufzug lenkt von seinen Faehigkeiten ab. Ich wuerde jemand in einem solchen Outfit auch nie zum Kunden mitnehmen. Sollte etwas schiefgehen wird es doch gleich heissen, dass konnte ja nicht anders rauskommen. Auf Faelle erhoeht das Outfit die Fallhoehe.

  29. Lieber Grimod, ich hatte ja das Vergnügen diese Garderobe schon live zu erleben und ich kann Dir nur ehrlich versichern, Du hast uns nicht irritiert und orientierungslos zurückgelassen. Die Grazer im allgemeinen schienen mir auch nicht sonderlich irrietiert zumindest erhielten wir ja keine Ermahnung wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. Du hast sicher viel Freude mit diesem Anzug (Ich übrigens auch und Herr Rossmann ist heute noch ganz begeistert von Deinem Besuch) und das ist alles was zählt. Liebe Grüße, Algy

  30. Geehrter Grimod,

    Ihr Outfit ist superb. Wie teilweise angeklungen, könnte man Details leicht verändern (hellblaues Hemd und Pochette, Handschuhe farblich passend zu Bowler und Schuhen, andersfarbiger Schirm), ob dies indes wirklich noch eine Verbesserung darstellen könnte, bin ich mir unschlüssig – vermutlich ist Ihre Zusammenstellkung doch perfekt. (Und diese wundervollen Schuhe!)

    Hält man Sie so gekleidet für einen „Gecken“? Selbstverständlich! Jeder, der sich wahrhaft stilvoll kleidet und benimmt, wird von 98% seiner Mitmenschen missverstanden und als „Geck“ betrachtet. Die verbliebenen 2% aber sind begeistert. Das Zitat: “Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten” trifft den Punkt.

    Mit bleiben zwei Dinge zu schreiben: Zum einen fordere ich Sie eindringlich dazu auf, häufiger durch das Westend, insb. die Friedrichstraße zu laufen, damit ich auch die Möglichkeit bekomme, Sie live zu betrachten und zu einem Tee einzuladen. Zum anderen gratuliere ich Ihnen schon jetzt zum Gewinn des Loake-Gutscheins für das Outfit des Jahres.

    Herzlich
    Ihr
    Tobias R.

  31. Auch ich finde die Zusammenstellung wunderbar und einem herbstlichen Spaziergang durch die Stadt ausgesprochen angemessen. Ist denn manchen der hier abfällig Kommentierenden noch nicht in den Sinn gekommen, dass Grimod wahrscheinlich keinen Wert darauf legt, von Ihnen Aufträge zu erhalten (insbesondere dann nicht, wenn er am Samstag durch die Stadt flaniert)? Die „Banker-Uniform“ ist modisch doch nicht das Mass aller Dinge! Ich bin froh um jeden, den ich so elegant und stilsicher gekleidet bewundern kann.

    Grüße, Phil

  32. …ja nur manchmal will man ja unbedingt zum Kunden mitgenommen werden – ich denke nur an den einen oder anderen Handwerker, der so kommt oder jemand aus dem Autohaus, der das Auto abholt….wenn da Grimod auf dringenden eigenen Wunsch auch so mitdürfte(ohne sich umzuziehen)…superb….ich würde das Auto 3 x im Jahr zur Inspektion holen lassen….aber vielleicht will er auch zu gar keinen Kunden….irgendwo da draussen soll es ja auch Leute geben, die gerne 1. Klasse fliegen und gar nicht mit denen aus der Business Class verwechselt werden wollen….

  33. Zitat:
    Lackmusttest ist die Frage: wuerde ich dem Traeger einem Auftrag geben oder ein Geschaeft abscliessen?

    … Hm, die Frage geht also an J. nach Berlin oder M.J. nach Hannover. ;-))

    salut Grimod

  34. .. Ohje, als ich mein Auto in die Inspektion brachte letzte Woche da hatte ich auch den Anzug an. Allerdings ohne Krawatte mit Ascot und blauen Hemd. ;-))
    salut Grimod

  35. Wenn ich den Hut weglasse (die Handschuhe trage ich ja nicht drinnen, außer ich bin vom A-Team) kann ich damit zu sehr vielen Kunden fahren, keine Sorge. Ob ich mit denen, die mich wegen des Anzugs ablehnen langfristig zusammenarbeiten will und kann ist eine ganz andere Frage. Ein derartiges Outfit muss man sich eben leisten können und zwar im mehrfachen Wortsinn.

  36. Lieber Grimod,

    gratuliere zu diesem gigantischen Erfolg!
    So viele Komentare gab es wohl bisher noch nicht.
    Ich war, seit Sie mit Ihrer superben Kreation im Stilmagazin abgelichtet sind, in diversen Metropolen. (Wien, Venedig, Bolongna, München) Mit grosser Aufmerksamkeit und wachem Blick ging ich durch die belebten Strassen ob ich ähnliches entdecke. Leider musste ich feststellen, dass anscheinend wirklich niemand solchen Stil und Mut aufbringt sich in ähnlicher Form zu Kleiden. Eine kleine Ausnahme war München. Im Geschäft von Eduard Meier traf ich auf einen Zeitgenossen der in einer ähnlichen „Schale“ auftrat. Er tat dies mit sichtlichem Genuss und dem Bewusstsein eines Paradiesvogels. Aber er tat es auch mit grosser eleganz und lässiger Selbstverständlichkeit. Wie ich in meinem ersten Komentar schon sagte dieses Outfit braucht Bühne und der Träger machte Eduard Meier zu seiner Bühne. Es stimmte wieder einmal; Kleider machen Leute! Und das im positivsten Sinn.
    Schöne Arbeitswoche allerseits!

  37. Die kritischen Stimmen teile ich nicht. Einem Mann, der die Zeit, den Mut, den Geschmack und das Geld hat, sich mit einer der schönsten Nebensachen der Welt so intensiv zu beschäftigen, kann man (ich) nur gratulieren. Im übrigen war Pan Tau ein liebenswerter Zeitgenosse meiner Kindheit und ich muss nicht in London wohnen, um einen Hut zu tragen; es sei denn, ich fühle mich nur in der grauen, angepassten Masse wohl.

  38. „, und vielleicht sind blaue Anzüge mit Hermes Krawatte kontrastierenden Socken und darauf abgestimmtes Einstecktuch etwas auf das sich viele einigen können und dann für stilvoll halten, weil´s alle mittlerweile so machen“ ….. was soll denn eigentlich díes bedeuten :) ?!

    Ein genüßlichst schmunzelnder

    Lars Hallatsch, nach eigener Kenntnis noch immer allein mit solchem Bleu ….;)

  39. …..daran hatte ich gar nicht gedacht, wobei´s im nachhinein betrachtet so ein durchaus lustiger Beitrag gewesen wäre – im Kopf hatte ich dann eher den dunkelblauen Anzug und entsprechend „uniformierte“ Träger….

  40. Also beim besten Willen: Die Farbkombination Schuhe /Handschuhe geht so nicht. Und der Schirm (in dem grün!)so auch nicht. Der Krawattenkonten ist zum (fragwürdigen ?) Kragen auch nicht optimal. Und der Bowler geht, wenn er schwarz ist, nur in ein paar ausgewählten Straßen London’s. Sorry- can you handle the truth ?

  41. Ausgezeichnet!

    Letzte Detailverbesserungen sind hier fast nicht mehr möglich. Selten habe ich ein so wunderbare Kombination gesehen.

    Wenn ich bei meinem Leben gezwungen wäre hier noch Verbesserungen vornehmen zu müssen, so würde ich dunkelgrüne Strümpfe passend zum Schirm (ich vermute, dass sie solche Strümpfe bereits tragen) zu wählen und desweiteren die Pochette durch ein ebenso dunkelgrünes Modell zu ersetzen in Puff-Faltierung.

    Ausgezeichnet, ausgezeichnet. Die Schuhe sind insbesondere zum VERLIEBEN!

  42. Gigantisch!
    kann mich nur den Vorrednern (den positiven) anschließen. Auch bei mir in Mainz wäre eine Einladung zum Tee das mindeste, sollte ich Ihnen einmal begegnen!

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