So unterschiedlich kann Tweed sein

Tweed ist nicht gleich Tweed. Auch wenn der Name meist synonym für einen relativ dicken, kratzigen Stoff gebraucht wird, ist er doch eigentlich mehr als das. Genauer betrachtet ist nämlich keine Stoff-Familie vielseitiger und inhomogener als die der Tweeds.

Der Name Tweed geht angeblich auf einen Flüchtigkeitsfehler eines englischen Schneiders zurück. Dieser soll den alten Schottischen Namen tweel, der früher alle groben, nur für den eigenen Gebrauch hergestellten Wollstoffe bezeichnete und noch heute im Wort Twill fortlebt, in der Niederschrift eines besonders eiligen Auftrages falsch gelesen und so zum Entstehen unseres heutigen Begriffes für den berühmten Sportstoff beigetragen haben. Aus tweel wurde tweed, aus Tweed wurde Legende.

Die Bilder zeigen einige wenige der tausenden im Handel erhältlichen Tweeds. Ein Blick auf die Oberflächen der gezeigten Gewebe dürfte sofort klar machen, dass kein Tweed wie der andere ist.

Florian S. Küblbeck ist freier Journalist und schreibt vor allem über Mode, Stil und Genuss. Mit seinem Erstwerk "Was Mann trägt: Gut angezogen in zwölf Schritten" gab er 2013 sein Debüt als Buchautor.

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